Mein Fotoprojekt

Mein Fotoprojekt – ein Jahr lang schwarz/weiss im Quadrat

Heute möchte ich Dir mein eigenes Fotoprojekt vorstellen, dass sich in den letzten Wochen so sehr weiterentwickelt hat, dass ich anfangen möchte, Dir davon zu erzählen.

Aber was heisst «Mein Fotoprojekt»?

In den letzten Monaten habe ich mir sehr viel Gedanken über die Fotografie gemacht, allgemein und ganz speziell über meine eigene. Wir erleben eine unglaubliche Bilderflut, auf Facebook, Instagram und über all die anderen Möglichkeiten, die es heutzutage gibt. Wie schnell ist das Handy zur Hand, um ein Foto zu machen. Ich bin auch auf Facebook und Instagram unterwegs und verfolge in verschiedenen Gruppen alles, was mit der Landschaftsfotografie zu tun hat.

Was für Bilder sieht man da? Manchmal habe ich das Gefühl, ich sehe immer und immer wieder die gleichen Motive, sogenannte Topshots, nur aus einer anderen Perspektive, zu einer anderen Tageszeit oder unter anderen Wetterverhältnissen aufgenommen. Die meisten davon in Farbe und im Querformat. Unter diesen Bildern gibt es richtig gute Motive, leider aber auch immer wieder welche, die aus meiner Sicht nicht so gelungen sind.

Ich bin ehrlich: Ich mache solche Bilder auch gerne und bin gerne an diesen Orten, an denen es einfach schön ist. Der Nachteil ist aber häufig, dass man diese Orte nicht für sich alleine hat. Klar, wir Fotografen sind da nicht ganz unschuldig, da wir uns mit der heutigen Technologie viel besser präsentieren können. Und zeigen wir diese Bilder schliesslich, locken wir die Betrachter natürlich genau dort hin, an diese schönen Orte, um ihre eigenen Bilder zu fotografieren. Mach ich natürlich auch und kann ich auch gut verstehen. Daher versuche ich immer wieder, neue Orte zu finden. Denn ich bin doch immer wieder gerne alleine in der Natur unterwegs, um Kraft zu schöpfen und die Natur zu geniessen.

Im Zuge all dieser Gedanken stellte sich mir die Frage: Wie kann man auf sich aufmerksam machen, sich abheben, anders wirken? Welche Möglichkeiten gibt es? Keine einfache Aufgabe! Es gibt sicher verschiedene Lösungen. Der eine wird sagen: Ich suche mir neue Locations, die noch nicht allzu häufig fotografiert wurden – oder sogar noch nie. Der andere versucht, diese sogenannten Topshots aus einer neuen Perspektive mit einer speziellen Lichtsituation zu fotografieren. Die spezielle Lichtsituation bringt aber auch mit sich, dass man die Locations mehrmals besuchen muss, was nicht immer möglich ist. Also, welche Möglichkeiten gibt es noch? Nicht gerade viele. Und es gibt sie doch. Zum Beispiel, indem man das Format ändert, die Farbe aus dem Bild nimmt oder gleich beides.

Viele, die schon in meinen Fotokursen waren, wissen, dass ich das Quadrat liebe. Warum eigentlich? Für mich ist es eine Reduktion auf das Wesentliche. Auch die Bildgestaltung finde ich im Quadrat sehr spannend. Da sie teilweise anders umgesetzt werden muss als im klassischen 3:2 Format, was eine grosse Herausforderung ist. Es muss so gestaltet sein, dass der Betrachter sagt:  Wow, was für ein Bild.

Um die Herausforderung noch grösser zu machen, fotografiere ich in Schwarz/Weiss. Hilfreich ist dabei, dass ich meine Kamera Fujifilm X-T2 auf Schwarz/Weiss einstellen kann. Dass heisst, ich sehe das Motiv schon im Sucher oder auf dem Liveview in Schwarz/Weiss. Allerdings wird das RAW-Bild im Lightroom immer in Farbe dargestellt. Die Bilder wandle ich entweder in Lightroom oder im SilverEfex von Google um.

Warum Schwarz/Weiss? Auch da gefällt mir die Reduktion und die Herausforderung. Da die Farbe fehlt, achte ich viel mehr auf Formen und Strukturen, welche eine Landschaft oder Stadt hergeben. Hinzu kommt das Lichtspiel, welches die Natur immer wieder bietet. Egal, welches Licht gerade ist, ob Sonne mit Schattenspiel und seinen starken Kontrasten oder diffuses Licht mit seinen weichen Kontrasten. Jedes Licht hat seinen Reiz in der Schwarz/Weiss Fotografie.

Ich habe mir also vorgenommen, meine Landschaftsfotografie dahin gehend neu zu gestalten, dass ich bis auf Weiteres Motive im Quadrat und schwarz/weiss aufnehme. Warum? Und wie lange soll dieses Fotoprojekt dauern? Mir geht es darum, anders zu fotografieren als viele andere. Zweitens ist für mich persönlich das Weiterkommen und Lernen viel wichtiger als manches andere. Ich möchte noch mehr in der Schwarz/Weiss Fotografie lernen und mit dem Format Quadrat so lange fotografieren, bis ich es wirklich richtig gut beherrsche. Konkret heisst das: Ich möchte im Rahmen dieses Projektes mein eigenes Auge schulen.

Dies werde ich mindestens ein Jahr lang durchziehen. Dabei bin ich selber sehr gespannt, wie die Bilder am Anfang des Projektes aussahen, welches ich übrigens im Oktober 2016 gestartet habe, und wie die Bilder am Ende des Projektes aussehen werden.

Wen Du wissen möchtest, wie sich das Projekt entwickelt, kannst Du mir auf Instagram oder Facebook folgen.

Hast Du auch ein Fotoprojekt für Dich? Wenn ja, erzähl doch von Deinem Fotoprojekt und schreib es in den Kommentaren unten auf. Wer noch keines hat, hier ein paar Ideen: Einen Baum immer wieder fotografieren. Deine Stadt oder Dein Dorf mit Umgebung ein Jahr lang fotografieren. In dem Kanton, in welchem Du wohnst, alle Seen/Weiher fotografieren. Oder alle Kirchen/Kapellen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, die man umsetzten kann. Wichtig dabei ist, es einfach durchzuziehen und sich nicht durch irgendwelche Rückschläge entmutigen lassen. Sondern immer wieder auch neues auszuprobieren.

Wenn Du ein Feedback brauchst für Dein Projekt, um weiter zu kommen, dann buche entweder eine Bildbesprechung für Landschafts-/Reisefotografie bei mir oder für die Streetfotografie bei Jens Krauer. Oder buche gar einen ganzen Tag und wir gehen gemeinsam fotografieren und schauen, in welchen Bereichen Du noch Optimierungsbedarf hast.

Genug der Worte. Jetzt noch etwas für das Auge. Viel Spass beim Betrachten der Bilder.

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2 Kommentare zu “Mein Fotoprojekt – ein Jahr lang schwarz/weiss im Quadrat”

  • Regula Lindegger

    28.07.17

    Hallo Philipp

    Ich fotografiere auch schon längere Zeit schwarz/weiss und finde auch man ist so auf das wesentliche konzentriert, was mich am meisten fasziniert ist dann im Lightroom wenn es farbig wird, wie das Foto dann ganz anders wirkt. Ich bleibe meisten dann bei schwarz weiss.

    • Philipp Dubs

      31.07.17

      Liebe Regula

      Danke für Deine Antwort. Stimmt, die unterschiedliche Wirkung ist immer faszinierend. Ich wünsche Dir gut Licht für Deine schwarz/weiss Bilder.

      Herzlichst Philipp

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