7 kleine Wunder und die Zeit vergessen

7 kleine Wunder und die Zeit vergessen

Wer sich fototechnisch mit kontrastreichen Lichtverhältnissen auseinandersetzen möchte, in der spektakulär anmutenden handwerklichen Fertigung der Glasi Hergiswil einen besonderen Reiz dafür sieht, und wer sich zudem von der Faszination des glühenden Glases überwältigen lassen kann, für den ist dieser photomundo Kurs eine wahre Fundgrube.

  1. Die Checkliste in den Kursunterlagen: Dieser kleine effiziente Begleiter bewährt sich am späteren Vorabend unserer Fototour durch die Glasi Hergiswil als perfekte Organisationshilfe.

  2. Der Empfang am folgenden Morgen: unerwarteter Kamera Einsatz am phänomenalen Vierwaldstättersee gleich bei der Glasi. Wolken, die ins Wasser fallen, zuweilen vereinzeltes Sonnenglitzern über See und Bergkante und dann prasseln die Tropfen. Aber da haben wir die bilderbuchartige Zeitreise durch die Glasi Geschichte bereits hinter uns.

  3. Selbst den letzten Technik Banausen wird wieder wohl ums Herz: Bevor die Fototour startet, werden entscheidende Kamera Einstellungen aufgefrischt. Frau, Mann und Ausrüstung wird äusserst wohlwollend die nötige Kompetenz zugestanden und sympathisch betont: „Lasst euch Zeit!“ Erstmal sich der Faszination aussetzen dürfen – immerhin entsteht hier aus einfachem Naturmaterial das reine Glas – und dann ergibt sich das stimmige Bild. Noch zu gerne folge ich diesem Hinweis.

  4. Die Produktionshalle: ein erster Blick aus angemessener Distanz, – später so nah, dass ich fast dahinschmelze – weckt Assoziationen an die Vielfalt menschlichen Zusammenwirkens auf Breugels Meisterwerken.

  5. Staunend: eine vorsichtige Annäherung an die glühenden Schmelzöfen. Sonderbar, dass sich davon kein Arbeiter bei der anspruchsvollen Arbeit gestört fühlt. Im Gegenteil, wir sind offensichtlich willkommen – kleine Scherze und neckisches Schmunzeln. Beste Voraussetzungen auch für ein gelungenes Sujet. Philipps langjährige gute Beziehung zur Glasi und den Mitarbeitern bewährt sich auch hier.

  6. Leichtigkeit und Geschicklichkeit: Die Glasbläser zeigen sie meisterhaft. Eben noch die glühende zähflüssige Glasmasse am Blasrohr und nach wenigen Momenten das fertige Produkt. Undenkbar mich mit dem Einstellen der Kamera in wenigen Sekunden anzupassen. Also warte ich mit geeigneter Kamera Einstellung in Position, um beim nächsten Fertigungsdurchgang sekundenschnell abzudrücken. Den glühenden Ball und die gleichermassen ausdrucksstarke Mimik der Glasbläser gleichwertig aufs Foto zu bringen ist eine Herausforderung. Vorerst entscheide ich mich dafür den Fokus primär auf die leuchtende Kugel zu richten und sage „step by step“.

  7. Wow: Eines der kleinen Wunder offenbart sich bei der Nachbearbeitung der Fotos, als diese vom Kursleiter souverän mit Lightroom bearbeitet werden. Motiv grade ausrichten, markierte Elipsen, partielle Abdunkelung/Aufhellung, Farbton eine Tendenz zum Blau, Kontrast geben… , unmöglich bei der routinierten Schnelligkeit den detailierten Aktionen zu folgen. Ich liebäugele schon mal mit dem nächsten Lightroom Kurs. Vertieft, fasziniert und voller Aufmerksamkeit vergeht die Zeit unversehens. Das Ergebnis ist beeindruckend.

7 kleine Wunder und die Zeit vergessen

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7 kleine Wunder und die Zeit vergessen

7 kleine Wunder und die Zeit vergessen

Alle Bilder Regina Staubli

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